Die Darstellung

In den Jahren ~1193-1195 ließ Bischof Rudolph von Verden  im Sturmigau eine Burg erbauen: Die Rodungsburg oder auch (als Hinweis auf das Baumaterial Ziegelsteine) Rote Burg. Westlich der Burg gründete sich alsbald eine Ansiedlung von Bauern, Handwerkern und Fischern. Für das 14.Jh ist dort bereits die Gründung einer Gilde der „Schmiede, Schneider und Schuster“ beurkundet.

Unsere Darstellung ist an den familiären Betrieb eines sesshaften Schmiedes in Rotenburg um 1220 n.Chr. angelehnt, der die Schmiede gemeinsam, wie lange Zeit üblich, mit seinem Sohn betreibt. Dieser versieht sein Tagwerk als Knecht. Unser Schwerpunkt liegt daher auch auf der Herstellung von Alltagsgegenständen wie Beschlägen (Türen, Truhen, etc.), Messern, Haken, Fibeln, Schnallen, Haushaltsgerät und Werkzeug.
Unsere Schmiedemarke stellt eine stilisierte Fischschwanzflosse dar:

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Wann immer möglich, basiert unsere Darstellung auf lokalen Gegebenheiten und norddeutscher Lebensart, sowie dem aktuellen Wissensstand von Historie und Archäologie.

Hier gibts ein paar wenige Fotos unserer Bekleidung -> Gewandung für den einfachen Mann
Hier haben wir mal ein paar Erkenntnisse zusammengetragen -> Wissen


 

Dabei kommt man über die Darstellung auf Veranstaltungen natürlich auch auf das Thema Zelte:

Die Menschen des Hochmittelalters haben selbstverständlich nicht in Zelten gelebt! Wenn wir Zelte auf Veranstaltungen, bei denen wir auch nächtigen aufbauen, dann lediglich aus einem Zugeständnis an die Bequemlichkeit nicht für ein Wochenende ein Haus bauen zu wollen. Waren Handwerker im Hochmittelalter auf Reisen (was man ungern war, denn Räuberbanden und Raubtiere waren durchaus sehr real), zog man es vor in einem der zahlreichen Klöster, die zur Hospitation verpflichtet waren, zu übernachten. Gasthöfe waren eher die zweite Wahl, denn auch Gastwirte von abseits liegenden Gasthäusern waren nicht selten mit Vorsicht zu genießen!